Gesetzliche Rente

Die gesetzliche Rente ist die Basis der Altervorsorge in Deutschland.

Aber Vorsicht: Arbeitnehmer überschätzen regelmäßig die Höhe ihrer zu erwartenden gesetzlichen Rente. Dazu trägt auch die jährliche Renteninformationen der Deutschen Rentenversicherung bei, die die Absenkung des Rentenniveaus vernachlässigt.

Außerdem unterstellt die Renteninformation, dass die Durchschnittsbeiträge der letzten 5 Jahre bis zum 65. Lebensjahr weitergezahlt werden, und sie enthält - anders als der Kontoauszug der Pensionskasse - keinen Hinweis auf die Rentenhöhe zwischen dem 60. und 65. Lebensjahr.

Die Renteninformation nennt die Rentenhöhe bei einem jährlichen Anpassungssatz i.H.v. 1% und 2%. Tatsächlich wurde die gesetzliche Rente mehrere Jahre gar nicht oder nur geringfügig erhöht. Für die nächsten Jahre sind wiederum nur geringe oder keine Anpassungen angekündigt. Wir empfehlen daher, den Hinweis auf die um 1% und 2% angepasste Rentenhöhe nicht zu berücksichtigen. 

Die Renteninformation weist selbst darauf hin, dass die Geldentwertung (Inflation) zu einem Kaufkraftverlust führt. Sofern auch in Zukunft die gesetzliche Rente nicht oder nur minimal angepasst wird, ist sogar die auf Seite 1 der Renteninformation angegebene nicht angepasste Rentenhöhe unrealistisch und muss gekürzt werden, um  die heutige Kaufkraft widerzuspiegeln. Aus 100 EUR werden bei 2% Inflation nach 10 Jahren 82,03 EUR und nach 20 Jahren 67,30 EUR.

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