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Hamburger Pensionskasse besteht EIOPA-Stresstest

Am 17. Dezember hat die EIOPA ihre Ergebnisse aus dem diesjährigen Stresstest veröffentlicht. Der Inhalt war leicht vorhersagbar. Wie in den Vorjahren weist die EIOPA mit ihrem Bericht auf riesige „Deckungslücken“ bei der betrieblichen Altersvorsorge hin. Allerdings sind die Ergebnisse besser als im Vorjahr. 

Hier finden Sie die wichtigsten Fragen zu diesem Stresstest:


Wer ist EIOPA?
EIOPA ist die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung.


Was untersucht der Stresstest?
Vereinfacht gesprochen wird unterstellt, dass die Pensionseinrichtung an einem Stichtag der Betrachtung große Vermögensverluste erleidet. Gleichzeitig wird angenommen, dass die Pensionseinrichtung bis zur Erfüllung aller Verpflichtungen nur noch geringe Erträge erzielt. Diese beiden Annahmen führen zwangsläufig dazu, dass große Deckungslücken entstehen. Im aktuellen Stresstest sind es europaweit 216 Mrd. Euro; im letzten Stresstest vor zwei Jahren waren es europaweit noch rund 700 Mrd. Euro.

Warum ist das Ergebnis besser als vor zwei Jahren ausgefallen?
Die von EIOPA vorgegebenen Annahmen für den Stress waren milder.

Ist das Ergebnis aussagekräftig?
Nein, darin sind sich alle Fachverbände und Experten aus dem Fachbereich einig. Wenn man unterstellt, dass es nach einer Krise nie wieder besser wird, muss das Ergebnis im Grunde zwangsläufig schlecht sein.

Wie hat die Hamburger Pensionskasse von 1905 VVaG (HPK) abgeschnitten?
Die HPK hat den Stresstest sicher bestanden und zwar ohne die vorgesehenen Hilfestellungen. Dieser Stresstest bestätigt den „grünen Haken“, den die HPK seinerzeit von der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) bereits erhalten hat. Auch die Tests der BaFin bestand sie problemlos.

Warum hat die HPK bestanden?
Für die HPK gelten einige Besonderheiten. Sie hat schon vor über 15 Jahren ihre Kalkulation besonders vorsichtig eingestellt. Zudem hat sie das Risiko für extrem schlechte Bedingungen minimiert. Trotz des für die HPK erfreulichen Ergebnisses sagen wir deutlich: Dieser Stresstest ist unsinnig, überflüssig und gehört abgeschafft.

Warum hat sich die HPK an dem Stresstest beteiligt?
Als eine der ganz großen Pensionskassen musste sich die HPK beteiligen. Der Stresstest ist aufwändig und teuer. Er stiftet keinen Nutzen. Deshalb setzen wir uns trotz des guten Ergebnisses für seine Abschaffung ein.

Was ist mit der Hamburger Pensionsrückdeckungskasse VVaG und den anderen von der Hamburger Pensionsverwaltung eG verwalteten Pensionskassen?
Andere Versorgungseinrichtungen mussten sich nicht beteiligen, weil sie kleiner sind.


(Stand: 18.12.2019)

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