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Beiträge / Leistungen

Alle Mitgliedsunternehmen der Pensionskasse unterstützen die Vorsorge ihrer Arbeitnehmer durch Arbeitgeberbeiträge. Sie sind im Tarifvertrag, einer Betriebsvereinbarung, in einer vom Arbeitgeber erlassenen Regelung oder im individuellen Arbeitsvertrag festgelegt.

Der Arbeitgeberbeitrag ist nur ein Anschub. Mithilfe des Staates kann der Arbeitnehmer sehr wirkungsvoll zusätzlich vorsorgen.

Der Staat fördert Arbeitnehmer mit einem Einkommen bis 2.200 Euro (Kleinverdiener) und Familien mit Kindern besonders. Für alle Arbeitnehmer ohne Kinder ist die Entgeltumwandlung mit Beitragszuschüssen am besten.

Kleinverdienerförderung (Förderbetrag)

Den ab 2018 geltenden Förderbetrag für Arbeitnehmer mit einem laufenden Einkommen bis 2.200 Euro monatlich erhält der Arbeitgeber wenn er den Arbeitnehmern einen Beitrag zur betrieblichen Altersvorsorge zahlt. Die Einkommensgrenze 2.200 Euro gilt unabhängig von einer Teilzeitbeschäftigung. Auch Auszubildende sind förderfähig.

Arbeitgeberbeiträge (keine Entgeltumwandlung) werden mit 30% gefördert. Der Arbeitgeber kann Beiträge, die er bereits heute in Höhe von 168 Euro oder mehr zahlt, kostenfrei um 3/7tel erhöhen. Das gleiche gilt für Beiträge, die er gemäß Tarifvertrag etc. für neu eingestellte Arbeitnehmer zahlt. Nach der Erhöhung muss ein Mindest-Arbeitgeberbeitrag in Höhe von 240 Euro erreicht werden. Maximal förderfähig ist ein Arbeitgeberbeitrag in Höhe von 480 Euro. Der Förderbetrag beträgt also mindestens 72 Euro und höchstens 144 Euro. Der Arbeitgeber verrechnet die Erhöhung bei der Lohnsteueranmeldung. Der Förderbetrag und die geförderte Arbeitgeberbeiträge sind zusätzlich zu den allgemeinen Regeln steuer- und sozialabgabenfrei.

Beispiel: Gemäß Tarifvertrag etc. zahlt der Arbeitgeber einen Beitrag in Höhe von 168 Euro jährlich. Diesen Beitrag kann er kostenfrei um 3/7tel = 72 Euro erhöhen, denn auf den neuen Gesamtbeitrag von 240 Euro erhält er eine Erstattung in Höhe von 30% = 72 Euro. Der Arbeitgeber erhält diese Erstattung für Arbeitnehmer, die er bereits vor 2018 beschäftigt hat und für neu eingestellte Arbeitnehmer.

Die Kleinverdienerförderung (Förderbetrag) wird im Monat Dezember zusammen mit dem regulären Arbeitgeberbeitrag ermittelt. Das macht die Abwicklung einfach.

Sobald der Arbeitnehmer die Einkommensgrenze in Höhe von 2.200 Euro überschreitet, fällt der Zuschuss weg. Daher sollte der Arbeitgeber klarstellen, dass er die staatliche Förderung besorgt und an den Arbeitnehmer so lange weiterreicht, wie der Arbeitnehmer förderfähig ist.



Familienzuschuss

Die Arbeitnehmer können zusätzlich mit eigenen Beiträgen vorsorgen. Für Arbeitnehmer mit Kindern ist die Förderung über die staatlichen Zuschüsse am besten. Diese Förderung ist in der privaten Vorsorge als Riester-Rente in Verruf geraten und hat in der betrieblichen Altersvorsorge über die Pensionskasse bislang zu Recht keine Rolle gespielt.

Aufgrund einer seit 2018 geltenden Änderung ist diese Förderung über die Pensionskasse sehr attraktiv geworden. Die Auszahlung der mit Zuschüssen geförderten Renten ist nämlich von Sozialabgaben befreit worden. Effizienzberechnungen zeigen, dass für alle Arbeitnehmer mit einem oder mehr Kindern die Zuschüsse besser oder zumindest in etwa gleichwertig zur Entgeltumwandlung sind. Dabei ist zu beachten, dass Kinderzuschüsse nur jeweils ein Elternteil geltend machen kann. Die Vorteile für den Arbeitnehmer und die späteren Leistungen der Pensionskasse werden hier erläutert.

Zwar ist die Abwicklung komplizierter. Der Arbeitgeber wird dadurch aber nur minimal belastet. Er teilt den Arbeitnehmern am besten per Aufdruck auf jeder Verdienstabrechnung ihr Vorjahreseinkommen mit und überweist den vom Arbeitnehmer bestimmten Beitrag aus dem Nettoeinkommen an die Pensionskasse.

Die Beratung und Beschaffung der staatlichen Zuschüsse übernimmt die Pensionskasse.



Beitragszuschuss

Für Arbeitnehmer ohne Kinder und für Arbeitnehmer, deren Partner die Kinderzuschüsse erhalten ist die Entgeltumwandlung mit Beitragszuschüssen besser: Der Arbeitnehmer beauftragt den Arbeitgeber, einen Teil seines Bruttoentgelts in einen Beitrag an die Pensionskasse umzuwandeln. Viele Tarifverträge sehen vor, dass der Arbeitgeber aus den bei ihm eingesparten Sozialabgaben einen Zuschuss zwischen 10 und 20% leistet. Nicht tarifgebundene Arbeitgeber müssen ab 2019 einen Zuschuss in Höhe von 15% leisten. Einzelheiten und Ausnahmen finden Sie hier.

Diese Arbeitnehmerbeiträge und Arbeitgeberzuschüsse sind steuer- und sozialabgabenfrei. Das wirkt sich wie ein weiterer starker Beitragszuschuss aus, denn der Arbeitnehmer spürt seinen Vorsorgebeitrag in der Gehaltsabrechnung nur in etwa hälftig. Seinen Netto-Einsatz kann er deshalb in seiner Teilnahmeerklärung verdoppeln. Die Vorteile für den Arbeitnehmer und die späteren Leistungen der Pensionskasse werden hier erläutert.

Einschließlich des  Arbeitgeberbeitrags sind bis zu 3.216 Euro (Stand 2019) steuer- und sozialabgabenfrei. Der Arbeitnehmer kann auch darüber hinaus steuerbegünstigt und eventuell auch sozialabgabenfrei vorsorgen. Einzelheiten erläutert das Merkblatt Beiträge über 3.216 Euro einzahlen.

Die Abwicklung der drei staatlichen Förderwege in der Gehaltsabrechnung wird in der Anwendungshilfe Lohn und Gehalt erläutert und die Abwicklung mit der Pensionskasse im Verwaltungstechnischen Leitfaden.

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